Aktuelles

Sonntag, 13. Oktober 2019, 19 Uhr

Christengemeinschaft Bremen, Gemeindesaal -  Heinrichstraße 11,  28203 Bremen

Konzert für Flöte und Klavier

Von der Romantik zum Impressionismus

Ralf Ziegler (Flöte) und Ralph Nickles (Klavier)

Mit „Romantik“ bezeichnet man eine Epoche in Musik, Kunst und Literatur, die das gesamte 19. Jahrhundert umspannt. Sie ist eine Auffassung der Welt, die im Gegensatz zum Rationalen das Gefühlvolle, Wunderbare und Fantastische, aber immer mehr auch das Subjektive auszudrücken sucht. Für die Romantiker galt die Musik als höchste Kunst, ist sie doch in besonderer Weise dazu geeignet, das Unbestimmte und Unaussprechliche anzudeuten.

Es zeigte sich bald die Tendenz, die musikalischen Mittel – insbesondere die Farbigkeit und klanglich-harmonischen Reize – immer weiter auszudehnen, so dass sich schließlich um die Jahrhundertwende die überkommenen Formen und traditionelle Harmonik aufzulösen beginnen.

In unserem Programm zeigen wir viele Facetten der romantischen Musik des 19. Jahrhunderts, wie sie sich besonders in der neuen Gattung des Charakterstücks erleben lassen (Ballade, Nocturne…). Wir schlagen schließlich eine Brücke zum französischen Impressionismus, in welchem sich die Liebe zum Klang verselbständigt und der Zuhörer durch besonders farbige und schillernde Harmonik und Melodik in die Stimmung und Atmosphäre eines Augenblicks entrückt wird.

Es erklingen Werke von Reinecke, Andersen, Lefebvre, Brahms, Gaubert, Fauré und Hüe.


Sonntag, 19. Januar 2020, 17 Uhr

Christengemeinschaft Hannover, Gemeindesaal - Ellernstraße 44, 30175 Hannover

Eternity – Ewigkeit

Konzert mit Werken von C. Frühling, R. Vaughan Williams, E. Bloch, E. von Dohnányi

duo il vento – Ralf Ziegler (Flöte), Ralph Nickles (Klavier, Gesang)

Ralph Nickles und Ralf Ziegler führen in ihrem Konzert Werke auf, die um die Mitte des 20. Jahrhunderts entstanden sind, aber eher der Spätromantik als der Moderne angehören.

Im Zentrum des Abends stehen die zehn Lieder des bekannten englischen Komponisten Ralph Vaughan Williams nach Gedichten von William Blake (Ten Blake Songs). Die Instrumentierung der Lieder ist ungewöhnlich, denn Vaughan Williams lässt die Singstimme nur von einem Melodieinstrument begleiten.

Das letzte der zehn Lieder mit dem Titel „Eternity“ (Ewigkeit) gab dem Programm seinen Namen. Man sagt, dass Blake darin die Flüchtigkeit des Augenblicks mit einem vorbeifliegenden Schmetterling vergleichen wollte. Die Schönheit kann man nicht festhalten, sie besteht nur im Erleben des Moments, im Hier und Jetzt.

Die Lieder beschreiben die Abgründe der menschlichen Existenz und stellen ihnen göttliche Eigenschaften wie Erbarmen, Frieden und Liebe gegenüber. Obwohl die Texte nicht vordergründig religiös wirken, ergibt sich aus der Wahl der Bilder wie z. B. des Lammes oder des guten Hirten der christliche Zusammenhang und es eröffnet sich damit auch der Blick in die Zukunft.

Die Auseinandersetzung mit Licht und Finsternis auf dem Weg zum „Sonnenaufgang der Ewigkeit“ – wie es in dem letzten Lied heißt – wird auch in den ausgewählten Werken für Flöte und Klavier erlebbar.